Innere Ruhe statt Adrenalin
- Nicole Behrend

- 4. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Die vergangene Woche war eine, die mich mal wieder hat nachdenken lassen.
Es war eine Woche der Röcke, der kurzen Röcke – ok, der sehr kurzen Röcke.
Ich ertappte mich dabei, wie ich vor mich hin summte, beschwingt durch die Wohnung und später durch meine Etagen in der Bank lief und ohne besonderen Anlass eine innere Zufriedenheit und Ruhe verspürte.
Am Job lag es definitiv nicht, der war – ich lass jetzt mal die Adjektive weg, die mir dazu einfallen – so, wie sehr oft in letzter Zeit. Dann sah ich mir die Bilder an, die ich gemacht hatte und ich war zufrieden. Ich war zufrieden mit den Bildern und ich sah, dass ich auf den Bildern zufrieden aussah. Ja, ich kenne meine Unzulänglichkeiten, die mir auf Social Media auch oft genug vorgehalten werden, und ja, ich würde gerne noch das eine oder andere ändern – aber – ich bin zufrieden. Das ist etwas, was ich über Bilder aus meinem alten Leben nie gesagt habe. Ich war immer unzufrieden mit meinen Fotos.
Ich lese oft, dass man mir meine Zufriedenheit auf den Fotos ansehen kann und diese Woche habe ich es ungewöhnlich deutlich selbst gespürt. Es wäre absolut falsch zu sagen, dass ich früher nicht auch glückliche und zufriedene Zeiten gehabt hätte. Das würde weder meinem Leben noch den Menschen in meinem Leben gerecht werden. Aber diese innere Ruhe, diese innere Ausgeglichenheit – ich kann mich nicht entsinnen, sie so deutlich wahrgenommen zu haben.
Um auf die Röcke – ok, sehr kurzen Röcke – zurückzukommen. Ich bin über den Punkt hinaus, dass Rock bzw. Kleid in meiner Bank zu tragen für mich ungewohnt ist. Aber ich erinnerte mich an Zeiten, wo deutlich längere Röcke meine Nervosität steigerten und ich das Adrenalin spüren konnte. Ich spürte keine Nervosität, keine Unruhe – nur ein unglaublich gutes Gefühl. Es klingt abgedroschen, aber ich ruhte in mir. Ich bewegte mich mit einer Leichtigkeit und Selbstsicherheit durch Frankfurt und die Bank, die mich gedanklich oder besser gesagt vom Gefühl irgendwie schweben ließ.
Das „WOW, Du sieht toll aus“ von einem Kollegen war da echt nur noch das Sternchen obendrauf (auch wenn es mir erschien, als wäre ihm der spontane Ausruf im Nachgang etwas unangenehm – mir war er das nicht).
Dieses Gefühl der inneren Ruhe war und ist so unglaublich schön, dass kann sich vermutlich kaum jemand vorstellen.
Danke für folgen und bis bald
Eure Nicole






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