Normal - Besonders
- Nicole Behrend

- vor 12 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Diese Woche war ich auf dem Forum Bedrohungsmanagement in Basel – der Veranstaltung, die ich im Juni als Gastgeberin in Frankfurt bei mir in der Bank begrüßen durfte. Damit sollte das eigentlich nichts Besonderes sein, und doch war es das für mich irgendwie. Gleichzeitig fühlte es sich ganz normal an. Ich weiß, das klingt widersprüchlich und wirr, aber so hat es sich für mich angefühlt – und ich weiß nicht wieso.
Seit Januar gehe ich ins Büro, ich war auf einem Führungskräfte-Offsite, ich war mit Melanie in Basel und ich war Gastgeberin für das Forum mit über 60 Menschen. Man müsste meinen, dass der Ausflug diese Woche nur ein weiterer Baustein wäre, nichts zum Schreiben – und doch gibt es diesen Blog-Beitrag. Es gibt ihn, weil ich diese Reise trotz aller Erlebnisse dieses Jahr irgendwie als besonders empfunden habe.
Vielleicht lag es daran, dass ich allein nach Basel fuhr, wie damals, nur eben diesmal selbstbewusst. Vielleicht lag es an den Outfits. Auf jeden Fall genoss ich die Entspanntheit, mit der ich mich in Basel bewegte. Mit der Tram zu Claudia zum Kaffee, zurück zum Vorabendtreffen in einer Braustube. Es war alles so normal, und ich freute mich darüber, wie normal es sich anfühlte. Das ein Teilnehmer bei der Verabschiedung zu mir sagte, ich sei eine starke Persönlichkeit, war da „nur“ das Sahnehäubchen. Als ich dann in der Hotelbar bei einem Glas Wein den Tag nochmal Revue passieren ließ, genoss ich die sehr angenehme Behandlung durch die Barkeeper und musste innerlich schmunzeln, als ich mir Gedanken machte, wie es wirken könnte, spät abends allein an einer Hotelbar zu sitzen.
Am nächsten Morgen freute ich mich auf die Veranstaltung. Ich, deren „Zwillingsbruder“ es nie mochte, auf Veranstaltungen mit vielen Menschen zu gehen. Ich schaute in den Spiegel, sah mir das „Kontrollfoto“, welches ich fast immer mache, ehe ich aus dem Haus gehe, an und war rundum zufrieden mit mir. Ich fühlte mich wohl in meiner Haut bzw. mit meinem Erscheinen. Es war ein beschwingtes Gefühl, das Hotel zu verlassen.
Der ganze weitere Tag fühlte sich sehr gut an – Vorträge, Gespräche, ich mittendrin im Getümmel. Als ich einen ruhigen Moment nutzte, um ein Selfie zum Posten zu machen, kam ein Teilnehmer auf mich zu und bot mir an, Fotos von mir mit meinem Handy zu machen. Es gab Zeiten, da wäre es mir peinlich gewesen. Diesmal empfand ich es einfach nur als angenehm und nahm es sehr gerne an.
Es geht mir so gut mit dieser Normalität, dass es am Ende für mich doch berichtenswert ist.
So normal und gleichzeitig so besonders.
Bis bald
Eure glückliche
Nicole














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